In der Mechernicher Dreifachturnhalle fanden am Samstag, den 9. April die Fight Night des Energy Gym Euskirchen statt. Geboten wurde dem Publikum verschiedene Kämpfe im Kickboxen, klassischen Boxen und im K-1. Neben spannenden Aufeinandertreffen der Euskirchener Kämpfer gegen Vertreter bekannter Gyms aus Köln, Frechen, Wesseling und Duisburg zeigten 5 jungen Damen des Tanzstudios Co-Leg eine großartige Hip-Hop Performance welche die mit knapp 1000 Zuschauern gefüllten Halle zum überkochen brachte. Klare Highlights des Abends waren natürlich der Kampf von Baker Barakat gegen Rene Schick, aber auch die Mechernicher Lokalmatadoren Remo Arns und Frank Chelmowski brachen die Stimmung auf den Siedepunkt.
1. Bereits im ersten Kampf des Abends wurde den Zuschauern in der Mechernicher Mehrzweckhalle ein hochklassiger Kampf geboten. Unser Nachwuchs-Kämpfer Andre Pferrer legte gegen seinen Kontrahenten Tomi Fedau sofort mit hohem Tempo los. Beide zeigten gute Aktionen, lediglich die bessere Deckungsarbeit zeigte einen kleinen Vorteil auf Seiten des roten Ecke des Energy Gyms. Im weitern Verlauf des Kampfes zeigte sich jedoch die bessere Ausdauer Pferrers, der folglich mit guten Schlägen sowie guten Kicks einen Punktsieg für die rote Ecke erringen konnte.
2. Der zweiten Kampf zwischen Max Stach (Energy) gegen Max Holst (BoP) verlief ähnlich positiv für das Mechernicher Publikum. Nach einer geladenen ersten Runde mit zahlreichen Kicks zum Kopf und regem Schlagabtausch beider Kämpfer, zeigte Stach seine boxerische Überlegenheit und erzielte einige klare Wirkungstreffer gegen Holst, welcher insbesondere in der dritten Runde fast keine Gegenwehr zeigte. Die kämpferische Leistung wurde auch von den Punktrichtern belohnt mit einem einstimmigen Punksieg für die rote Ecke von Max Stach.
3. Kampf Nummer 3 eröffnete den Ring für den ersten Damenkampf des Abends. Berivan Arslan zeigte hier ihre kämpferische Vielseitigkeit in einem spannenden Match gegen Michelle Thon vom Gül Gym. Vorerst schien der Kampf recht ausgeglichen, jedoch setzten insbesondere die Frontkicks der Euskirchener Kämpferin zum Kopf ihrer Gegnerin derart zu, dass diese mit blutender Nase den Kampf nach Punkten abgeben musste.
4. Nachdem ihr Bruder Andre im ersten Kampf des Abends dem Publikum eine großartige Show lieferte stieg nun seine Schwester Yvonne Pferrer zur Freude der Zuschauer in den Ring. Gekonnt hielt sie ihre Kontrahentin Ebru Hadzic vom Gül Gym mit guten Highkicks auf Distanz. Während Hadzic den Nahkampf suchte sammelte Yvonne weiter wertvolle Punkte mit mehreren tollen Kicks zum Kopf ihrer Gegnerin welche zu eine eindeutige 3:0 Richterstimmen-Entscheidung führte.
5. Weniger erfolgreich für die Heimmannschaft verlief der fünfte Kampf des Abends zwischen Carsten Schmitz und Kajo Ennen vom Team Schick. Bereits in der ersten Runde wurde Carsten von einem gezielten Schwinger am Kinn getroffen und wurde von Ringrichter angezählt. Auch in den weiteren Runden wurde der Kampf vom sportlich sehr fair kämpfenden Ennen bestimmt. Die Vielzahl der Wirkungstreffer beschafften der blauen Ecke des Team Schick damit einen verdienten Punktsieg.
6. Den ersten Kampf im klassischen Boxen bis 90 kg bestritt Peter Böhm gegen seinen Rivalen Herbert Becker vom Team Tiger. Nach anfänglichen Startschwierigkeiten Böhms, welcher sich kurz vorm Schlussgong der ersten Runde einen deutlichen Wirkungstreffer einfing, konnte er wieder zurück in den Kampf finden welcher dann ab Runde 2 weiter sehr ausgeglichen und spannend verlief. Eine Vielzahl guter Aktionen mit viel Engagement brachte Böhm letztlich einen knappen 2:1 Punktsieg ein.
7. Einen schlechten Start gegen einen schwierigen Gegner erwischte im 7. Kampf des Abends Markus Günther gegen Eugen Schultheiss (Team Tiger). Bereits früh in der ersten Runde wurde Markus stark bedrängt und einige gute Treffer fanden ihr Ziel. Nachdem Markus zum ersten Mal angezählt wurde und weiter keine Gegenaktion erfolgreich erschien brach die rote Ecke des Energy Gyms den Kampf per Handtuchwurf vorzeitig ab.
8. Eine Sensation des Abends spielte sich im 8.Kampf zwischen Sven Hellbach „Mister BoP“ und seinem Kontrahenten Puch (Team Panther) ab. In einem geladenen Kampf, dominiert von einem sehr hohen Tempo beider Kämpfer kochte die Stimmung des Publikums über. Keine Aktion blieb ohne Reaktion des Gegners, beide lieferten sich zeitweise einen offenen Schlagabtausch und zeigten ihre technische Finesse mit großartigen Kicks und guten Kombinationen. Der Ausdauervorteil des „Mister BoP“ sicherten der roten Ecke aus Wesseling in der zweiten und dritten Runde die besseren Treffer und folglich auch den klaren Punktsieg für Sven Hellbach und das Balance of Power Team.
9. Ein weiterer Kampf im klassischen Boxstil wurde den Zuschauern in Runde 9 geboten, in der Jonathan Pasi gegen Waldemar Newdach vom Team Tiger antrat. Nachdem der Kampf in Runde 1 sehr ausgeglichen schien zeigten sich bereits in der darauf folgenden Runde konditionelle Schwächen des Kämpfers aus Erwitte, der sich aufgrund einer Vielzahl von Luftschlägen verausgabte. Die fehlende Spritzigkeit von Newdach ermöglichten Pasi einige gute Aktionen mit wenig Gegenwehr zu bringen und holte sich damit den Punktsieg.
10. Im nächsten Boxkampf zwischen Benjamin Blindert (Boxschule Blindert) aus Euskirchen und Ekrem Günese vom Panther Gym bestimmte zuerst der Euskirchener das geschehen im Ring und brachte bereits nach wenigen Sekunden seinem Gegner eine blutige Nase ein. Dieser fing sich jedoch zu Anfang der zweiten Runde und schaffte es in seine Routine über zu gehen. Folglich dominierte Günese durch schnelle Haken in der Halbdistanz, welchen Blindert nur wenig entgegenzustellen hatte. Somit gewann Günese nach Punkten.
11. Im elften der insgesamt 20 Kämpfe des Abends trat nun Nicole Szpulewski, Paccos Schülerin aus dem Energy Gym Leverkusen, gegen ihre Gegnerin Lea Wolff vom Athletic Sports Center an. Der taktischen sowie körperlichen Überlegenheit von Nicole konnte diese nur wenig entgegensetzen und somit gewann Nicole eindeutig durch klare Treffer mit wunderbaren Box- und Trittkombinationen in allen 3 Runden.
12. Ein für beide Kämpfer ungenügendes Ende fand der Kampf von Sebastian Tuchscherer gegen Ali Hassandee. Nach einer ausgeglichenen ersten Runde in der beide Kämpfer sich zuerst vorsichtig an ihren Gegner herantasteten fing sich Sebastian in der zweiten Runde einen direkten Treffer auf die Nase ein, worauf diese stark zu bluten begann. Obwohl Sebastian weiter in der dritten Runde gut in den Kampf fand und immer mehr gute Treffer erzielen konnte, war es der Ringecke nicht möglich die Blutung zu stoppen. Der Ringrichter musste folglich den spannenden Kampf abbrechen.
13. Absolutes Highlight des Abends war der Kampf nach K1 Regeln zwischen dem Gesicht des Energy Gyms - Baker Barakat - gegen Rene Schick vom aus Bochum.
Baker betrat den Ring als Cowboy verkleidet zum passenden „Spiel mir das Lied vom Tod“. Doch anstatt seinen Gegner wie im wilden Westen mit dem Colt zu bekämpfen stellte Baker seinen Gegner im Duell mit den Fäusten. Passend zum Western-Thema des Kampfes passte auch die Stille im Saal nach dem Gong zur ersten Runde. Erst eine spektakuläre Kombination mit abgeschlossenem Drehkick zum Kopf von Schick, brach die Spannung und die Menge tobte. Weitere gute Aktionen des „Mister Energy Gym“ folgten, der seinen Gegner bereits in der ersten Runde dominierte.
Der Showdown lies nicht lange auf sich warten. Schon in der zweiten Runde schickte Baker seinen Gegner mit seiner Spezialität, dem Leberhaken, zu Boden. Der Schlag auf eben dieses empfindliche Organ, welches Sekunden davor schon von einem gewaltigen Drehkick hart getroffen wurde, traf Schick so hart, dass dieser nach dem Abbruch des Kampfes mehrere Minuten zur Erholung brauchte.
Wieder einmal ein grandioser Sieg für Baker Barakat.
14. Nach einer kurzen Pause trat nun Emre Seyrek gegen Ali Sata vom Panther Gym an. Explosiv startete Emre und konnte bereits früh harte Treffer erzielen, die seinem Gegner stark zusetzten. Schon in Runde eins wurde Sata beim zweiten Niederschlag ausgezählt. Gewinner war folglich Emre Seynek.
15. Im darauf folgenden Kampf stellte sich Caroline Schmidt ihrer Kontrahentin Adriana Tertile vom Gül Gym. In einem aufbrausenden Kampf schenkten sich beide Damen nichts und suchten den offenen Schlagabtausch. Beide zeigten boxerisch gute Kombinationen und spektakuläre Kicks. Der Kampf wurde zurecht mit einem Unentschieden nach Punkten bewertet.
16. Die nach Plan folgende Begegnung zwischen Salvatore Aiello und Abdurahman Günese konnte leider nicht stattfinden, da Günese über gesundheitliche Probleme beim Aufwärmen klagte. Im Sinne der Gesundheit trat sein Kontrahent den Kampf nicht an und somit wurde Salvatore der Sieg kampflos zugesprochen.
17. Ein ungleiches Paar konnte das Publikum im Kampf zwischen Christopher Schürheck und Sascha Kunkel (Balance of Power) beobachten. Während der athletische Christopher die Gewichtsklasse von 90kg eher durch seine Körpergröße erreichte war sein Kontrahent mit eindeutig mehr Muskelmasse bei geringerer Körpergröße bepackt. Die dadurch erreichte Schlaghärte des Kämpfers aus Frechen setzte Schürheck in der ersten Runde stark zu. Christopher drehte den Kampf jedoch in der zweiten Runde durch seine knallharten, teilweise eingesprungenen Lowkicks, so dass die gegnerische Ecke den Kampf per Handtuchwurf vorzeitig abbrechen musste.
18. Einen harten Kampf zeigte auch Mohamed Kobrosli gegen Daniel Dumke vom KSC Frechen. Mohamed, der nur schwer in den Kampf gegen seinen in Rechtsauslage kämpfenden Gegner kam, konnte nur wenige Aktionen einbringen und wurde von Dumke auf Distanz gehalten. In der dritten Runde musste Mohamed schwere Treffer nehmen, zeigte aber exzellente Nehmerqualitäten und blieb im Kampf. Dumke gewann eindeutig mit 3:0 Richterstimmen.
19. Von seiner persönlichen Fankurve mit T-Shirts und Bannern angefeuert betrat im vorletzten Kampf des Abends Frank Chelmowski den Ring. Direkt zur ersten Runde machte er seinen Gegner von Team Balance of Power mit seiner Schlaghärte bekannt. Schon in Runde eins wurde dieser zweimal niedergeschlagen und vom Ringrichter angezählt. Auch in Runde zwei dominierte Frank den Kampf und schickte seinen Gegner abermals zweimal auf die Bretter, wonach die gegnerische Ecke das Handtuch warf. Von seinen Fans bejubelt gewann Frank Chelmowski durch K.O.
20. Im letzten Kampf des Abends gegen 24 Uhr stieg Lokalmatador und Showmaker Remo Arns mit Pelzmantel, begleitet vom Shaft-Soundtrack in den Ring. Auch Remo zeigte seinem Gegner Mahmud Siala vom Combat Gym aus welchem Holz er geschnitzt war und setzte ihm mit harten Schlägen und Kicks zu. Schon in der zweiten Runde bearbeitete Remo seinen Gegner so stark mit Lowkicks, dass dieser vom Ringrichter angezählt wurde. Im weitern Verlauf ging von Siala fast keine Gegenwehr aus, rettete sich jedoch über die Zeit und der Kampf wurde mit 3:0 Richterstimmen Remo Arns zugesprochen.
Das Energy Gym Euskirchen möchte sich bei seinen Sponsoren aber auch besonder bei der Stadt Mechernich für die großartige Unterstützung und Zusammenarbeit bedanken.